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ZAUBERBERG MATTERHORN

Vor 150 Jahren steht Edward Whymper als erster Mensch auf dem Matterhorn. Es beginnt ein Drama aus Glück, Leichtsinn und Verderben. Heute wollen viele rauf. Wir sagen, wie!

Die Erstürmung des Matterhorn

Text: Heico Forster | Fotos: Manuel Ferrigato

Das Matterhorn ist mehr als ein Berg. Es ist nicht einfach nur ein Fels, der sich über ein Tal erhebt. Das Matterhorn ist ein Wahrzeichen, fast schon ein Heiligtum der Menschheit, die es verehrt wie sonst nur Artefakte und Weltwunder, den Eiffelturm oder den Tadsch Mahal. Doch dieses Werk hat die Natur erschaffen. Vor 45 Millionen Jahren, als sich die ganze Erde verschob, bohrten sich Gesteinsmassen aus Afrika durch die heutige Schweiz und hinterließen diesen markanten steilen Zahn, den wir seiner Form wegen wie ein Supermodel der Geologie vergöttern, ähnlich wie den Ayers Rock in Australien, den Grand Canyon in den USA. Auch das Matterhorn ist weltberühmt: Es schmückt Schokoladentafeln, Achterbahnen in Amerika und Zigaretten in Jamaika. Es zieht Menschen magisch an. Und manchmal verführt es sie auch. Am Fuß des Massivs, an seinen schrägen Wänden, haben sich Geschichten über Mut, Glück und Leichtsinn eingegraben. Storys und Anekdoten, die bis heute erzählt werden. Eine ganz besondere ist das Drama seiner Erstbesteigung.

Gehen wir auf eine kleine Zeitreise. Sie beginnt vor 150 Jahren im Hotel Monte Rosa, dem feinsten Hotel am Platz. Es steht noch heute in Zermatt. Das schlichte Gebäude ist so etwas wie das Basislager des englischen Alpenclubs. Dort sitzen an einem Abend des Jahres 1865 zwei Männer in der Gaststube und trinken Tee. Der eine heißt Edward Whymper, verdingt sich als Illustrator und arbeitet dort oft seine Skizzen aus, die er von den umliegenden Bergen gemacht hat. Der andere Mann heißt Jean-Antoine Carrel, kommt aus Italien und ist der beste Bergführer, den man in der Gegend bekommen kann. In dieser Zeit gibt es viele Dinge, über die sie hätten reden können. Abraham Lincoln ist gerade erschossen worden, und in Amerika wütet der Bürgerkrieg. Doch wahrscheinlich sprechen sie nur über diesen einen Berg, den sie beim Blick aus dem Fenster erblicken: das Matterhorn.
Edward Whymper hat schon sechsmal versucht, es zu bezwingen. Doch Schneestürme, Stürze und unüberwindbare Stellen machten den Gipfelsturm zunächst unmöglich. Whymper raubt es den Schlaf. [...]

 

Den kompletten Artikel findest Du in der Ausgabe 01/15

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