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Petri Heil in Aloha-Land

Teihotu Brando, der Sohn des exzentrischen Hollywood-Schauspielers Marlon Brando, stellte früher mit Speer und Harpune den Flossenträgern nach. Heute setzt er sich als überzeugter Fliegenfischer für „Catch & Release“ ein und verschreibt sich ganz dem Schutz des Südsee-Atolls, in das sich sein Vater bei den Dreharbeiten zu „Meuterei auf der Bounty“ einst verliebt hatte. Günter Kast hat mit ihm gemeinsam in der leuchtenden Lagune von Tetiaroa Fliegen ausgeworfen.

Petri Heil in Aloha-Land

TEXT: Günter Kast FOTOS: Tim Mc Kenna, Günter Kast

 

Anflug mit einer Twin Otter auf Tetiaroa, keine 25 Minuten von Tahitis Hauptstadt Papeete entfernt. Ein Dutzend Inselchen, Motus genannt, umringen ein natürliches, 33 Quadratkilometer großes, bieselwarmes Planschbecken. Das Atoll, das einst Tahitis Königsfamilie gehörte, wirkt wie die kitschige Tapete eines Reisebüros, von der bei der Bearbeitung am PC jeder Makel getilgt wurde: das Wasser der Lagune – so glasklar und türkisfarben; der Sandstrand mit den schief stehenden Kokospalmen – so blendend weiß; der Himmel – so blau, fast schon schwarz. Kurz bevor die kleine Maschine auf dem Motu Onetahi aufsetzt, erkennt man im Palmenhain die Villen des Luxusresorts The Brando. Der Mittfünfziger, der zur Begrüßung winkt, steht jedoch vor einer einfachen Holzhütte gleich neben der Landebahn. Die kleine Terrasse, auf der sich Angelruten, Schnorchelzeug und Bootszubehör stapeln, sieht aus wie ein Sperrmülllager. Die Villa Kunterbunt ist das Reich von Teihotu Brando, der gleich zum Aufbruch drängt.

 

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