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LASS DICH TREIBEN

Von der Isar bis zur Ostsee – mit SUP, Packraft oder Kajak: FREE MEN’S WORLD unternimmt eine sommerliche Paddeltour zu den schönsten Spots in Deutschland. Plus Ausrüstungsempfehlungen

TEXT: Moritz Becher / FOTOS: Julian Rohn

April, Urlaubsplanung für den Sommer. »Alaska, Kanada, Schweden oder vielleicht Neuseeland – aber doch nicht Deutschland!« Ungläubig kommentiert Thomas meine Behauptung, Deutschland sei das beste Paddelrevier der Welt – immerhin mit gut 1.000 Flüssen, 12.200 Seen und 2.389 Kilometer Meeresküste. »Gib mir vierzehn Tage, und ich beweise dir, dass es stimmt«, schlage ich meinem Freund vor, »und zwar in allen möglichen Facetten des Paddelns.« Skepsis, dann ein siegessicheres Grinsen von Thomas: »Okay. Zeig mir vier Orte mit vier unterschiedlichen Nussschalen. Wenn du mich nicht überzeugen kannst, geht’s nächstes Jahr in ein Land meiner Wahl.« Handschlag.

Juli, 4.30 Uhr in der Frühe. Die Stand-up-Paddle-Boards sind im Kofferraum, die Koffein-Cups in den Haltern. Unser erster Spot: Mit dem SUP-Board auf den Eibsee bei Garmisch-Partenkirchen Kein absoluter Geheimtipp mehr, aber sicher einer der schönsten Seen Europas. Mit Blick auf Deutschlands höchsten Gipfel, ein überwiegend unbesiedeltes Ufer und glasklares Wasser. Wie eine gespannte Frischhaltefolie liegt vor uns der See. Wir legen die Boards auf das spiegelglatte Wasser. Wer früh genug dran ist, hat diesen flüssigen Smaragd fast für sich allein. Noch verbirgt sich die Sonne hinter den Gipfeln des Wettersteinmassivs.

SUP hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Wassersportarten entwickelt: schnell erlernbar, einfache Ausrüstung, Ausleihmöglichkeiten an fast jeder Ecke – und vor allem hochgradig gesund. Die Kombination aus Paddeln und feinsten Gleichgewichtsbewegungen der Beine ist optimales Ganzkörpertraining. Und das Beste: die Perspektive. Wie auf einem Aquarium treiben wir über den See. Fische huschen unter unseren Boards hindurch, jeder Stein zeichnet sich messerscharf unter der Wasseroberfläche ab. Die Farbe des Wassers wechselt mit der Tiefe des Eibsees wie in einem Aquarell von Emil Nolde. Langsam nähern wir uns den acht kleinen Inseln am Nordufer. Von der Seite betrachtet scheint es, als würden die Boards frei schweben, so klar ist das Wasser in den flacheren Bereichen. »iPhone 6, würde ich tippen«, ruft Thomas. In mehreren Metern Tiefe ruht klar erkennbar das Resultat eines wahrscheinlich missglückten Selfie-Versuchs. Nach zwei Stunden Abgleiten liegen wir mit Blick auf die Zugspitze in der Vormittagssonne auf der Braxeninsel. »Und?«,
will ich wissen. »Kein schlechter Auftakt«, murmelt Thomas im Döse-Tonfall mit geschlossenen Augen.

Bahnhof Mittenwald. Nur knapp 30 Kilometer östlich des Eibsees wartet der Einstieg zu Paddelabenteuer Nummer zwei. »Das soll alles sein?«, war die verdutzte Frage, als ich Thomas nur mit Duffel Bag und Rucksack am Münchner Bahnhof getroffen hatte. »Ah, wir leihen Boote vor Ort aus?« – »Nope.« – »Wir schwimmen?« – »Lass dich einfach überraschen.« Während der Bahnfahrt folgte die Erklärung: Packrafts – aufblasbare Minirafts mit Gewicht und Packmaß eines Zweipersonenzelts…
 


Den kompletten Artikel findest Du in der Ausgabe 2/2019

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