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Pothole Rodeo

Die Freiheit der Anderslenkenden


Mit alten Kisten durch Deutschland und Österreich juckeln und dabei möglichst viel Spaß haben. Das ist das simple Konzept einer Rallye, die wohl
aus guten Gründen Pothole Rodeo heißt. Ralf Gellert und Harald Braun fuhren einfach mal mit.

TEXT: Harald Braun

Die meisten dieser Karren sehen nicht so aus, als ob sie noch 2.000 Kilometer schaffen könnten. Bei einigen sind sogar die nächsten 20 fraglich. Das Schräge daran: Solch eine skeptische Diagnose stört die meisten der 60 Teams, die sich auf einem Parkplatz in Bad Liebenstein in Thüringen mit ihren tollkühnen Kisten versammelt haben, kein Stück. Im Gegenteil. Hört man sich ein wenig unter den versammelten Teams um, scheint es, als ob Achsenbruch und Reifenpanne ein veritabler Teil des Vergnügens sind, das in den nächsten Tagen auf die Teilnehmer der Rallye zukommt. Man stimmt sich auf einem schrammeligen Parkplatz der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e. V. mit Bier und Bratwurst auf den Start ein und imaginiert schon mal künftige Herausforderungen: „Ich wär schon froh, wenn die Kiste 500 Kilometer weit kommt“, verrät ein „Polo“- Pilot seine defensive Zielsetzung und klopft verhalten auf die Motorhaube seiner Rostlaube, der man die letzte überstandene TÜV-Prüfung nicht mehr ansieht. Die Umstehenden grinsen.

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