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FLUG AUF DEM VULKAN

Drei Abenteurer aus dem Allgäu machen sich auf den Weg nach Italien. Sie nehmen in Angriff, was vor ihnen noch niemand gewagt hat: mit dem Gleitschirm über die drei höchsten aktiven Vulkane der EU zu fliegen

Mit dem Gleitschirm über die drei höchsten Vulkane der EU

TEXT / FOTOS:  FELIX WÖLK


Die Bretterbude, die tagsüber als Unterstand für Touristen dient, hat die Luftdurchlässigkeiteines Siebs. Es ist finster, neblig, winterlich, und am Kraterrand des Vesuv heult der Wind. Wirbiwakieren, eingerollt in das Tuch unserer Gleitschirme. Die Kälte kriecht uns durch die Bodenplanken in die Klamotten. Obwohl ich weiß, dass meine Mitflieger Tobias Böck und Jochen Schweizer wach sind, schleiche ich vorsichtig hinaus, um mich mit Liegestützen aufzuwärmen.


Der Sturm hat die Wolkendecke aufgerissen, Pompeji und Neapel leuchten unter uns. Vor knapp 2000 Jahren ließ der Vesuv hier Felsen vom Himmel regnen und begrub Tausende Menschen unter einer 24 Meter tiefen Lavaschicht. Mir ist, als schliefen wir auf dem Haupt eines launischen Drachen. Morgen früh wollen wir mit Gleitschirmen von seinem kahlen Haupt segeln. Der Vesuv ist die erste Etappe unseres »infernalen Hattricks«, Stromboli und Ätna sollen folgen. Es geht um die Besteigung und Befliegung der drei höchsten aktiven Vulkane der EU – das hat vor uns noch niemand gewagt.


Der Vesuv ruht. Er spart seine Kräfte und gibt sich am nächsten Tag gnädig: Der azurblaueHimmel strahlt! Gleitschirmfliegen ist heute ein Kinderspiel. Man braucht keinen Tross von Begleitfahrzeugen und keine Hubschrauber für großartige Bilder. Nur ein Segel, das brav dem Zug an den Steuerleinen folgt wie ein Lenkdrachen.


Die Luft ist ruhig und frei von Turbulenzen. Der erste Streich ist getan. Der Vesuv war nur ein»Warm-up«. Ein fliegerisches Geschenk. Mit dem Stromboli wartet der erste große Feuerspucker. Pechschwarz erstreckt sich seine Nordflanke bis auf 1000 Meter Höhe von der Küstebis zum Schlund. Schon auf 500 Höhenmetern ist der Anblick Furcht einflößend. Dichter weißer Qualm liegt in der Luft, plötzlich ein Schlag wie Donnergroll. Inmitten des Schwefeldampfs bildet sich eine schwarze Wolke, die von einer Eruption im Krater stammen muss. Lavafels stürzt in die Tiefe, erzeugt weitere Aschewolken. Im Nebel steigen wir weiter auf. Regen peitscht uns waagerecht um die Ohren (...)

 

Den kompletten Artikel findest Du in der Ausgabe 3/16

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