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ELCHTEST

Holiday on Ice mal ganz anders: mit dem Fatbike von Hütte zu Hütte in Schwedisch-Lappland. Und mit ein bisschen Glück entschädigt das Polarlicht für jeden »Quäl dich, du Sau«-Tag

Mit Fatbikes durch Lappland

Text: Günter Kast Fotos: Jaakko Posti

Powder! Feinster Pulverschnee! Beinahe knietief und so staubtrocken, wie wir ihn in den Alpen den ganzen Winter über herbeigesehnt hatten. Mit fetten Latten unter den Sohlen würden wir jetzt schreien vor Glück. Doch wir bleiben stumm. Starren auf die endlose Schneewüste und die Bergketten vor uns. Umklammern mit unseren dicken Handschuhen die Lenkergriffe. Versuchen in den klobigen Bergschuhen, die kalten Zehen zu bewegen. Ziehen die Mütze unter dem Helm noch weiter über die Ohren, um sie vor dem schneidenden Wind zu schützen. Gefühlte zehn Minuten stehen wir so da. Classe versucht, auf der Karte zu erkennen, an welchem Joch wir gestrandet sind. Dann durchbricht ausgerechnet Jaakko die Stille, unser Fotograf aus Finnland, dem Land der Schweiger: »Wir taufen die Tour ›Pain in the Ass‹«, schlägt er vor, ohne eine Miene zu verziehen. Weder Classe noch ich widersprechen. Dann geben wir unseren Fatbikes einen Ruck und stoßen sie nach vorn.


Weiter, immer weiter. Wie Oli Kahn, der Titan. Erst vorgestern war ich in Kiruna, der größten Stadt im schwedischen Teil Lapplands, angekommen. Claes-Jörgen Pohl, den alle nur Classe nennen, hatte mich am Flughafen abgeholt. Die Falten im Gesicht des Wildnisguides und Outdoortrainers waren beinahe so tief wie die Spalten der Gletscher, von denen es hier reichlich gibt.


Während wir zuerst an der monströsen Eisenerzmine vorbeifuhren, für die Kiruna bekannt ist, und später an zugefrorenen Seen, auf denen Fischer vor ihren Eislöchern hockten, erklärte mir Classe seinen Plan: drei Tage und zwei Nächte mit dem Fatbike von Hütte zu Hütte ziehen. Dabei die Pisten der Schneemobilpiloten und Querfeldeinlangläufer als Track nutzen. Auf einem Rundkurs, der im kleinen Skigebiet von Björkliden beginnt und in Abisko, dem Startpunkt des berühmten Kungsleden-Trek, endet. Tief hinein in die Berge, ins Backcountry der letzten großen Wildnis Europas. Alle Ausrüstung am Mann, inklusive Schlafsack, Essen, Thermoskanne, Ersatzschlauch und Werkzeug. Kilometer: unbekannt. Höhenmeter: unbekannt.
Ich frage Classe, ob er so etwas schon mal (…)

Den kompletten Artikel "Elchtest" findest du in der Ausgabe 04/16.

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