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DER ORCA-FLÜSTERER

Vor der Nordlichtmetropole Tromsø in Norwegen können mutige Schnorchler mit Orcas schwimmen. Wer der Kälte trotzt, wird durch einzigartige Begegnungen belohnt. Denn einer weiß genau, wo man die Meerespandas am besten trifft

Schnorcheln mit Orcas

TEXT TIMO DERSCH 

Plötzlich hört er ein fiependes Geräusch. Dann klackert es. Und wieder ein Fiepen. Diesmal ganz nah. Fast klingt es wie ein Meerschweinchen. So etwas hat Pierre unter Wasser noch nie gehört. Er dreht sich und erblickt unmittelbar vor sich einen gefleckten Riesen, der ihm in die Augen schaut. Ein Schwertwal, Orcinus orca, im Volksmund nur Orca genannt, schwebt regungslos vor ihm. Der Riesendelfin mit den Panda-Augen ist für einen Moment lang wie erstarrt. Dann beäugen sich die beiden neugierig. Wie Kinder, die zum ersten Mal einen Menschen mit anderer Hautfarbe sehen. Vorsichtig. Interessiert. Respektvoll. Aber ganz ohne Angst. Das Tier mit der typischen Rückenflosse scheint dem seltsamen Besucher zuzunicken, umkreist ihn, mustert ihn und verschwindet dann langsam im grünlich trüben Wasser des Fjords.

Zwanzig Jahre ist diese Begegnung her. Pierre Robert de Latour war damals zum ersten Mal nach Norwegen gereist, um an der Weltmeisterschaft im Speerfischen teilzunehmen. Der Franzose hatte sich in Orcas verliebt, als hätte er seine Bestimmung gefunden. »Ich wollte immer wiederkommen und mehr über diese faszinierenden Meerestiere herausfinden. « Ursprünglich stammt der Zweimeterhüne aus Südfrankreich. Aus Mont-de-Marsan, einem 30 000-Seelen-Städtchen zwischen Bordeaux und der spanischen Grenze. Seit Pierre denken kann, verbrachte er seine Zeit im Meer. Das Harpunenfischen hat in Südfrankreich Tradition. Nach und nach wurde der lange Pierre einer der Besten, sodass die Köche ihn gern als Gast in den Restaurants sahen. Fisch gegen komplette Mahlzeit – das klassische Tauschgeschäft der Speerfischer. Je länger der Harpunier seinen Atem anhalten konnte, um über den felsigen  Meeresboden zu gleiten, desto größer waren die Fische, die er am Abend für den Grill mitbrachte.

Pierre lernte während seiner ersten Norwegen- Reise Olav Stromsholm kennen. Der norwegische Kapitän mit dem Bilderbuchschnauzbart…

 

Den kompletten Artikel findest Du in der Ausgabe 4/2017

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