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SCHWIMMEN GEGEN DIE PLASTIKFLASCHENFLUT

Der Schweizer Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer Ernst Bromeis hat seine Expedition durch den Baikalsee zehn Tage nach dem Start aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen. Hauptsponsor BWT führt den gemeinsamen Kampf gegen Plastikflaschen aber fort und ruft auf, flaschenfreie Zonen zu schaffen.

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit ist Ernst Bromeis (51) am 11. Juli in Kultuk am Südwestende des Baikalsees gestartet und wollte in einem Zeitfenster von knapp zwei Monaten den Baikalsee in seiner gesamten Länge von etwa 900 Kilometern durchschwimmen. Nach zehn Tagen und fast 60 Kilometern musste er aufgrund von Herz-Rhythmusstörungen östlich der Stadt Baikalsk die Expedition abbrechen. Bromeis ist mittlerweile in der Schweiz angekommen es konnte Entwarnung für eine folgenschwere Belastung gegeben werden.

Lokales Wasser als Wertvolles Gut

Zusammen mit dem Wasser-Technologierunternehmen BWT hat Ernst Bromeis die „BWT Lake Baikal Expedition“ begonnen, um auf die Problematik von Wasserflaschen aus Plastik aufmerksam zu machen. Der Sprung ins Wasser markierte dabei gleichzeitig den Start der langfristig angelegten Aufklärungsaktion «BWT BOTTLE FREE ZONE». Deren Ziel es ist, ein Umdenken im Umgang mit Wasser zu erreichen und die Menschen dazu zu motivieren, in ihrem privaten und beruflichen Umfeld konsequent auf abgepacktes Wasser («bottled water») zu verzichten und stattdessen lokales Wasser zu trinken.

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind privilegiert hinsichtlich ihrer Wasserqualität, andernorts bedarf es dafür oft aufwändiger Wasseraufbereitung. Deshalb wollte die Expedition auch darauf hinweisen, wie knapp die Trinkwasserreserven weltweit sind und dass nur wenige Teile der Weltbevölkerung Zugang zu Trinkwasser haben. Themen, die sowohl Ernst Bromeis als Wasserbotschafter, als auch BWT als Kern des Unternehmens anspornt.

Dass ihre Wahl für die Expedition auf den Baikalsee fiel, ist kein Zufall. Er ist der tiefste und älteste See der Welt und zugleich das größte Süßwasserreservoir unserer Erde. Als See der Superlative ist der Lake Baikal somit ein perfektes Symbol für die Bedrohung der wichtigsten Ressource unserer Zeit – zu der es keine Alternative gibt und die mit zunehmender Klimakrise ernsthaft bedroht ist.

Das Ende der Expedition ist kein Ende der Mission

Sein Vorhaben „für uns alle zu schwimmen“ musste Ernst Bromeis leider aufgeben, seine Mission und auch die seines Partners BWT geht ungebrochen weiter. «Ernst Bromeis ist mit seinem jahrelangen, persönlichen Engagement für das Wasser ein Vorbild für wirklich viele Menschen. Dass er die BWT Lake Baikal Expedition aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste, ist sehr schade und tut uns leid. Aber es ist selbstverständlich, dass seine Gesundheit und Sicherheit über allem anderen stehen. Und unser gemeinsames Ziel, auf unsere wertvollste Ressource Wasser und die Umweltproblematik durch Plastikflaschen aufmerksam zu machen, endet damit nicht.» sagt Lutz Hübner, CMO der BWT-Gruppe.

Bootle free zone - jetzt erst Recht

Trotz der gescheiterten Expedition – oder gerade deswegen – ruft BWT weltweit dazu auf, sogenannte «Bottle Free Zones» zu schaffen. Das fängt beim Einzelnen an und hört in der Großkantine, in der Redaktion oder gar in der Kleinstadt auf. Jeder und jede kann damit aktiv Müllberge und CO2 reduzieren. Denn nicht nur die Plastikflaschen sind ein Problem, auch deren Transport und Herstellung.

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