Versandkostenfrei bestellen
Einzelheft für 6,90€ bestellenbestellen » FMW Jahresabo für 24,80 € bestellen »

2/2020 - SOMMER ZU HAUSE

Sommer zu Hause - Surfen, Biken, Schlafen unter freiem Himmel
Vanlife: Typen, Tipps und das beste Zubehör I Buddies on Tour: Auf Pferden durch die Mongolei I Best of Norwegen: Berge, Gletscher, Küstenfjorde

Editorial

Liebe leser,vieles ist unsicher, aber so viel steht fest: Der bevorstehende Sommer wird kein Sommer wie immer sein. Wir werden mehr Zeit zu Hause verbringen, und da gibt es viel (wieder)zuentdecken. Egal, ob, wann, wie und wohin wir reisen können, wir werden mit anderen Augen auf uns und die Welt blicken. Will man den Einschränkungen der zurückliegenden Monate etwas Positives abgewinnen, dann die Selbstvergewisserung, welches unschätzbare Privileg es bedeutet, seinen Horizont erweitern zu können, anderen Kulturen und Mentalitäten zu begegnen, die Lust am Abenteuer und Aufbruch zu spüren. Das muss nicht im Dschungel von Südamerika sein, es funktioniert ebenso als Mikroabenteu­ er am Badesee um die Ecke.

Die kleine Auszeit vor der Haustür kann neuerdings aber auch die große Gefahr vor der Haustür bedeuten. Wir haben den Philosophen Andreas Weber gebeten, darüber nachzudenken, wie sich gerade unser Ver­ hältnis zu Natur und Abenteuer verändert. Seine These: Durch Corona sind wir nicht länger nur Konsumenten von Natur, sondern merken – »im Guten wie im Schlechten« –, dass wir ein Teil von ihr sind. Damit bekommt der Begriff »Heimatgefühl« eine neue Be­deutung – zu Hause in der Natur. Hoffen wir, dass Andreas Weber recht behält. Im Guten, weniger im Schlechten.

Wie alle anderen haben auch wir – das Redaktionsteam, die Reporter und Fotografen – weitgehend im Homeoffice gearbeitet. Doch mit jedem Tag wuchs die Vorfreude auf das Freiheitsgefühl, das hoffentlich wiederkommen wird. Es wird nicht dasselbe sein wie früher, aber es wird noch wichtiger sein als früher. Mit Reportagen über Pioniere und außergewöhnliche Unternehmungen versuchen wir, in dieser Ausgabe und in Zukunft zum Träumen zu animieren, den Hunger nach Abenteuern zu stillen und die Lust am Neustart zu wecken. Zugegeben, wir machen dieses Magazin ein wenig für uns. Aber natürlich vor allem für Sie. Deshalb brauchen wir Sie auch in Zukunft – als Leser, noch lieber als Abonnent.


Herzlich Ihr Redaktionsteam


P.S. Seit Bestehen von FREE MEN’S WORLD hieß es am Schluss des Heftes »Ende Gelände«. Stattdessen führen wir jetzt eine neue Rubrik ein: »Helden von gestern« erzählt von den Pionierleistungen unbekannter Abenteurer.

MAGAZIN

Los! Überstrapazieren E-Mountainbikes die Natur? Wissen to go: die Outdoor-Hose. 12 Vorschläge für virtuelle Abenteuer. Fiat Panda: mondäne Klapprigkeit mit Offroad-Herzen. Laufen mit Watt. Abenteurer Stefan Glowacz über sein Lieblingsbuch. Der Berg bellt: Wandern mit Hunden

Unterwegs

ALLE MANN AUFS BOARD Im Sommer werden Nord- und Ostsee zu Sehnsuchtsorten von Surfern und Kitern. Autor und Fotograf Lars Jacobsen zeigt die besten Spots und spricht mit den Stars der Szene

LESEN 

ICH BIN DANN MAL AUF DER ZUGSPITZE Auf Deutschlands höchsten Berg »by fair means«: per Bike und zu Fuß. 176 Kilometer und 3400 Höhenmeter an einem Tag

lesen

DRAUßEN SCHLAFEN Eine Zeltnacht in wilder Natur ist die intensivste Art, in die Natur einzutauchen. Plus Deutschlandkarte: alle Trekkingcamps zwischen Schleswig-Holstein und Bayern

GROßE FREIHEIT Zwei Tage, ein Fluss, ein Stand-up-Paddle-Board: reicht für einen Kurztrip raus aus der Komfortzone. Autor Tobias Hatje paddelte von Bad Oldesloe bis zur Ostseemündung

UND JEDEN ABEND EINE TASSE WHISKEY Einmal im Jahr treffen sich acht Freunde aus Hamburg und München, um ein großes, gemeinsames Abenteuer zu bestehen. Diesmal: auf Pferden durch die Mongolei

lesen

AB DURCH DEN MATSCH Die Rallye »Scrambler Fever« feiert auf alten Geländemotorrädern das Outdoor-Leben im wilden Osten

MENSCHEN

DER POWER-PRINZ Virunga ist der älteste und artenreichste Nationalpark Afrikas, aber auch der gefährlichste. Der Belgier Emmanuel de Merode riskiert sein Leben, um das Paradies zu retten

TUN, WAS ICH WILL Vom Busbastler bis zum Millionen-Sterne-Koch: acht Typen, die eines gemeinsam haben – ihre Liebe zum Vanlife. Dazu: 12 Vorschläge, was in keinem Van fehlen sollte

WISSEN

GRÜNER GEHT NICHT Tierfreie Ausrüstung und Ernährung: Funktionieren Outdoor-Abenteuer auch zu 100 Prozent vegan?

STECKBRIEF NORWEGEN 12-mal Action: vom Tauchen im Salzstrom bis zum Bergwandern auf den Spuren nordischer Mythen

lesen

BEREIT FÜR EXTREME Was Profiabenteurer für Höhlen, Wüsten, Gipfel, die Arktis und den Kopf empfehlen

 

RUBRIKEN

EDITORIAL

ESSAY Die Natur ist wieder echt: Naturphilosoph Andreas Weber erklärt, wie sich das Erleben von Abenteuern durch Corona verändert

HELDEN VON GESTERN Oskar Speck paddelte vor fast einem Jahrhundert in einem Faltboot von Deutschland nach Australien

VORSCHAU/IMPRESSUM

Mit im Boot - Autoren und Fotografen dieses Hefts

Carolin Eitel
Illustratorin

Den Vegan-Report zu illustrieren, war für sie der ideale Job. Zum einen entdeckt die Neu-Münchnerin gerade das Umland für sportliche Ausflüge, zudem lebt sie seit zwei Jahren überwiegend vegan. Dass es schon so viele tierfreie Produkte für Sportler gibt, hat sie begeistert.

Lars Jacobsen
Journalist & Fotograf

Er fotografiert Surfer auf der ganzen Welt, ist Herausgeber des Magazins "Waves & Woods" und fährt mit einem ausgebauten Land Rover die Strände auf der Suche nach den besten Wellen und Motiven ab. Der Hamburger war an seinen Lieblingsspots an Nord- und Ostsee unterwegs.

Dr. phil. Andreas Weber
Naturphilosoph

Der gebürtige Hamburger, der auch als Schriftsteller und Journalist sowie als Hochschuldozent an der Universität der Künste Berlin tätig ist, beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Menschen zur Natur. Er ist sich sicher: Corona wird das Erleben von Abenteuern verändern.

Tim Adler
Fotograf

Bei einer Quer-druch-Frankreich-Tour hat Kollege Jan Joswig dem Berliner den Spitznamen "Navy Seal" verpasst. Bei der Rallye mit alten Geländemaschinen durchs polnische Unterholz war Oientierungssinn nicht nötig. Das Motto: "Immer der Staubfahne nach."