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AUF HOCHTOUREN

Mieses Wetter, steile Berge, heftige Stürze. Für drei Freunde wird die Mountainbiketour durch die Cordillera Huayhuash in Peru zu einem Erlebnis, das völlig aus dem Rahmen fiel...

Moutainbiken in Peru

Text: Laslo Seyda | Fotos: Joey Schusler

Der Mann mit den freundlichen Augen hat es sich in dem schattigen Lehmbau zwischen Holzkisten mit Orangen und Cocablättern gemütlich gemacht. Er schiebt seinen von der Sonne gebleichten Schlapphut aus der Stirn und schüttelt den Kopf. »Huayhuash con bicis? No, no, es imposible.« Unmöglich? Ausgeschlossen? Verdammt, so hatten wir uns unser Vorhaben nicht vorgestellt. Den Versuch, eine der schönsten und unberührtesten Gebirgsketten der Erde mit dem Fahrrad zu umrunden: die Huayhuash in den Anden von Peru.

Meine Kumpels Joey, Sam und ich, Thomas, sind dafür um die halbe Welt geflogen. Haben 26 Stunden im Flieger nach Lima ausgeharrt, die Nacht zum Tag gemacht, uns 13 weitere Stunden in einen klapprigen Bus gequetscht, der uns über die Panamericana rüttelte. Über holprige Serpentinen, vorbei an der Pazifikküste, wüsten Landstrichen und riesigen Feldern mit Chilis und Zuckerrohr, bis ins Bergsteigerstädtchen Huaraz. Von dort aus waren es noch einmal anderthalb Tage mit dem Rad. Nichts als Dreck, Schotter und Geröll auf unserem wilden Ritt durch die Pampa. Nun stehen wir in Llamac, dem eigentlichen Ausgangsort unserer Tour – an der Pforte zum peruanischen Hochgebirge. Aber was wird jetzt? Soll unser Abenteuer schon vorbei sein, bevor es richtig angefangen hat? Der Händler mit dem Hut setzt ein merkwürdiges Lächeln auf; wir wissen nicht, ob er sich einfach nur über uns lustig machen will. Jedenfalls lässt er uns mit unserer Ratlosigkeit völlig allein. Nur gut, dass nicht das Wort Anfänger fällt.

Joey und Sam kenne ich, seitdem ich vor zwei Jahren von South Carolina nach Boulder in Colorado gezogen bin. Die beiden lieben Mountainbiken und heizen ständig durch die Berge ihres Umlands. Und obwohl ich meist nur sehr rotgesichtig hinterher hechele, teilen wir seit einiger Zeit denselben Traum: endlich mal dort zusammen herunterzubrettern, wo angeblich eines der letzten großen Paradiese für Zweiradfahrer liegen soll. Huayhuash! Vor knapp sechs Monaten sind wir darauf gekommen, als wir »schöne Berge« und »Peru« in die Suchmaschine eintippten... [...]

 

Den kompletten Artikel findest Du in der Ausgabe 03/15 

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