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ABENTEUER KROATIEN: 12 REISETIPPS FÜR ENTDECKER

Uuund … Action! Der Lieblingsdrehort von Western- und Fantasy-Filmern birgt jede Menge versteckte Schätze. Willkommen in der Traumfabrik für Abenteuer

1 überflieger

Motovun, Istrien

Ein wenig entrückt wirkt das Bergstädtchen Motovun mit seinen steinernen Trutzmauern, Wehrtürmen und dem hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Ortskern – wie aus der Zeit gefallen. Wo einst die Kelten hausten, gibt es auch heute noch viel zu entdecken. Am besten: aus der Vogelperspektive. Paragliding-Profi Sasha Juvan zeigt seinen abenteuersuchenden Mitfliegern Stadt­ansichten samt wunderschöner Landschaften aus über 1000 Meter Höhe. Die Start-Piste liegt direkt unterhalb der Stadtmauern von Motovun. Und nach dem Flug? Kommen die berühmten istrischen Trüffel auf den Teller – in den Wäldern rundum verstecken sich reiche Vorkommen des »weißen Golds«. Sogar die mit 1,3 Kilo weltweit größte Knolle wurde hier gefunden. 

Kosten: Paragliding Tandem Istra bietet verschiedene Flugrouten von unterschiedlicher Dauer an. Die günstigste Variante dauert 20 Minuten und kostet 95 Euro 

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 Voll auf strom

Omiš, Mitteldalmatien

Alles im Fluss: Auf ihrem Weg ins Meer zeigt sich die 105 Kilometer lange Cetina von höchst unterschiedlichen Seiten. Richtig zur Sache geht es kurz vor Omiš, wo gleich zwei Wasserfälle abwärts stürzen, bevor sich der Strom sprudelnd weiter durch schmale Täler und Schluchten windet und schließlich in die Adria mündet. Besonders empfehlenswert – und ziemlich ­spritzig! – ist die elf Kilometer lange Strecke, die in Penšii beginnt. Im Sommer finden dort zweimal täglich Rafting-Touren statt.

Kosten: ab 30 Euro – inklusive Equipment und Transfer von Omiš nach Penšii

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 blaue stunde

Medulin, Istrien

Alle stehen drauf! Keine Frage: SUP ist bei Urlaubern beliebt. Die Kombination aus leichtem Workout plus Erkundung idyllischer Buchten ist unschlagbar. Folgerichtig gibt’s Boardverleiher in Kroatien wie Kiesel an der Küste. In Medulin wird noch eins draufgesetzt: Wie wär’s mit einem Sonnengruß auf offener See? Im ersten Zentrum für Yoga- und Stand-up-Paddling biegen sich die Kursteilnehmer unter freiem Himmel auf den Boards in Yoga-Posen. Sonnenauf- und -untergang bilden das Setting, um bei sanftem Licht im Blau der Adria in Balance zu kommen. Ein Highlight ist die Nightglow-Tour mit LED-beleuchteten Brettern.

Kosten: Kurse ab 25 Euro, Verleih ab 15 Euro

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 amazonas light 

Kopaki rit, Slawonien

Weit im Osten des Landes enthüllt das wilde Slawonien seine ganze Pracht: Der Naturpark Kopaki rit, der Jahr für Jahr in weiten Teilen von der Donau überschwemmt wird, ist eines der größten und bedeutendsten Sumpfgebiete Europas. Es birgt viele Geheimnisse – wie seltene Tierarten und versteckte Jagdschlösser. In den Seen und Flussarmen tummeln sich außerdem Barsche, Hechte, Karpfen und Welse. Das freut neben den Anglern auch über 300 verschiedene Vogelarten, darunter Seeadler und Schwarzstörche, die sich bei geführten Boots- und Wandertouren wunderbar beobachten lassen.

Kosten: 2,5-Stunden-Bootsfahrt in der Gruppe ab 10 Euro, private Ranger-Tour ca. 20 Euro

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 Kanada mit sonne

Jelsa/Bucht Grebiš´ce, Insel Hvar

Schon klar: Sandstrände sind in Kroatien Mangelware – ein besonders bemerkenswerter aber liegt an der Nordküste der Insel Hvar. Die fjordartige Bucht Grebiše mit ihrem glasklaren Wasser und den himmelhohen Kiefern ringsum wirkt fast, als wäre man in Kanada gelandet. Einziger Unterschied: Hier knallt die Sonne zuverlässig. Das flache Wasser ist angenehm warm und ideal zum Schwimmen, Paddeln und Tauchen. Die Bucht versteckt sich vier Kilometer östlich von Jelsa, gleich neben der Straße nach Suuraj. Ein empfehlenswerter Vier-Sterne- Campingplatz ist gleich in der Nähe.

Kosten: keine. Einfacher Stellplatz im Camp ab 25 Euro

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 windiges angebot

Viganj, Süddalmatien

Wow, Viganj! Die Wassertemperatur sinkt nie unter 15 Grad, die Sonne scheint satte 260 Tage pro Jahr – dazu bläst eine ziemlich steife Brise. Kein Wunder, dass der kleine Küstenort im Südwesten der Halbinsel Pelješac als Hotspot für Kite- und Windsurfer gilt: In den Sommermonaten ist der thermische Nordwestwind Maestral ein täglicher Gast. Er weht kräftig von früh bis spät, um die Mittagszeit sind 70 Stundenkilometer keine Seltenheit – zur Freude der maritimen Brettsportler, die dann spektakuläre Luftsprünge wagen. Tipp für Anfänger: Am Ponta, dem beliebtesten Strand des Ortes, gibt es eine ganze Reihe Surfschulen, die auch Equipment verleihen.  

Kosten: Ein 8-stündiger Windsurf-Anfängerkurs kostet 99 Euro, Leihboards ab 10 Euro pro Stunde

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 schnee meets meer

Platak, Gorski Kotar/Kvarner

Kroatien – ein Winterwunderland? Absolut! Östlich von Rijeka liegt das Skigebiet Platak, dessen höchster Berg sich auf knapp 1400 Meter reckt. Besonderer Reiz (neben einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis): Von dort eröffnet sich ein traumhafter Blick auf die nur wenige Kilometer entfernte Adria. Dank Flutlichtanlage sind Abfahrten sogar bis in die späten Abendstunden möglich. Und falls mal kein Schnee liegen sollte? Geht’s auf Trekkingtour in den nahe gelegenen Nationalpark Risnjak. Dessen Namen leitet sich ab vom kroatischen Wort »Ris« für Luchs. Die wilden Katzen leben hier nämlich – ebenso wie Braunbären!

Kosten: Ski-Tagespass ab 17 Euro, Park-Eintritt 6 Euro 

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 Biketrail wie auf schienen

z. B. ab Kanegra, Istrien

Von Triest nach Pore dampfte einst im großen Bogen die Parenzaner Bahn. Ihre Mission: Oliven, Salz und Getreide aus dem schwer zugänglichen Hinterland in die Hafenstädte transportieren. Diese Zeiten sind lange vorbei – die Bahntrasse selbst aber wurde als »Weg der Gesundheit und Freundschaft« für Wanderer und Radfahrer neu erschlossen. Elf Brücken, sechs Viadukte, neun Tunnel, dazu Trüffelwälder, Weingärten, historische Dörfer und Bahnhöfe liegen entlang des Istrien-Abschnitts. Mountainbiker sind hier klar im Vorteil – das Gros der Strecke verläuft auf grobem Schotter.

Kosten: keine. Vor Ort sind Gratis-Radkarten zu haben. Online gibt’s u. a. Übernachtungstipps

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 zu neuen ufern

z. B. ab Zadar, Norddalmatien

Kroatien mit seinen rund 1200 Inseln ist für viele das schönste Segelrevier des Mittelmeers. Ein dichtes Netz aus 56 Marinas steht zur Verfügung. Dazu gibt’s kleinere Anlegeplätze mit Aussicht auf mehr – wie das Segelrevier Mljet um die gleichnamige Insel mit ihrem dicht bewaldeten Nationalpark, in dem Mufflons und Hirsche zu Hause sind. Kein Segelschein an Bord? Kein Problem! 
Bei zahlreichen Anbietern wie beispielsweise Seaflow lassen sich Boote mit Skippern chartern.

Kosten: Yacht-Charter, auch mit Skipper, ab 650 Euro/Woche p. P.

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10  FreiluftKunst – frisch aus der dose

Zagreb, Zentralkroatien

Zagreb – die große Unbekannte. Bislang ist die Hauptstadt fast noch ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte. Adria und Küste liegen weit entfernt, Sightseeing-Hotspots gibt es kaum – dafür ­bröckelt der Putz an allen Ecken und Enden. Perfekt für Street-Art-Cracks, die Boulevards und Gassen in eine kunterbunte Open-Air-Galerie verwandelt haben. Riesige Murals zieren etwa die 450 Meter lange Mauer entlang der Branimirova-Straße, ein Art-Park im Zentrum zeigt Sprühkunst auf jeder halbwegs glatten Fläche. Wer lieber drinnen überrascht werden möchte, geht ins Museum of Broken Relationships: Unter den Exponaten finden sich Hochzeitskleider in diversen Stadien der Zerstörung, die Axt, mit der eine Verlassene das Mobiliar ihres Ex zerlegt hat, Zweitschlüssel für Wohnungen, die niemand mehr braucht – Relikte vergangenen Glücks samt den dazugehörigen Geschichten.

Kosten: Street-Art-Tour 16 Euro, Eintritt Museum of Broken Relationships ca. 5 Euro

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11  Paddel-Power

Insel Rab, Kvarner Bucht

Gleich vorweg: Eine Komplettumrundung der 22 Kilometer langen und bis zu elf Kilometer breiten Insel Rab kann man locker in zwei Tagen schaffen. Aber ob das sein muss? Joško Matušan – kurz: Yogi – führt mit seinem Unternehmen Sea Kayak Croatia schon seit 2007 Kanuten aus aller Welt die Küste Kroatiens entlang. Bei seiner sechstägigen Rab-Rundtour bringt er sie ins Schwitzen – und zum Staunen: Vorbei an mächtigen Klippen geht’s übers Meer, zum Teil durch fjordartige Buchten zu Felshöhlen und einsamen Traumstränden. Mit etwas Glück lassen sich unterwegs sogar Delfine blicken.

Kosten: Die 6-tägige »Around the Island«-Tour kostet 650 Euro p. P. – inkl. Paddelzubehör und Verpflegung

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12  spitzen-sport

Insel Pašman, Norddalmatien

Auf der Insel Pašman haben die Kroaten ihre eigene Extremsportart erfunden – Škraping ! Der Name leitet sich vom dalmatinischen Begriff »Škrapa« ab, was »spitzer Stein« bedeutet. Entsprechend herausfordernd ist der so betitelte Orientierungslauf. Worum es genau geht? Um verschiedene Kontrollpunkte zu erreichen, kämpfen sich die Teilnehmer durch dichtes Gebüsch, bezwingen die inseltypischen karstigen Felsen und suchen Pfade entlang steiler Abgründe. Vier Strecken stehen zur Wahl. Die »Light«-Variante über sechs Kilometer ist für ambi­tionierte Anfänger machbar – Profis können sich beim »Ultra Trail« auf 45 Kilometern auspowern.

Kosten: ab 16 Euro. Der Lauf findet immer im März statt. 

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für jeden geschmack

Segeln oder lieber Skifahren? Trekking oder Tauchen? Das Inselreich an der Adria bietet jede Menge Möglichkeiten

Wo einst Winnetou durch die Pampa ritt und Daenerys Targaryen ihre Drachen steigen ließ, urlaubten allein 2017 über 17 Millionen Besucher. Rekord! Dazu kamen wie immer die Filmcrews aus aller Welt. Kroatien ist nicht nur Trend­desti­na­tion, sondern auch ein beliebter Drehort – ob für Karl-May-Streifen, »Star Wars« oder »Game of Thrones«. Wen wundert’s? Das Land bietet für jeden Geschmack ein besonderes Fleckchen Erde – auch im Ozean. Knapp 1200 Inseln reihen sich vor der 1800 Kilometer langen Küste. In Istrien, Kvarner und Dalmatien umschmeichelt türkisblaues Meer erst bewaldete  Hänge, dann wieder von Wind und Wellen glatt geschliffene Felsen. 

Zwischendrin: historische Städte voller Kunstschätze. Von Apnoetauchen bis Ziplining ist dank exzellenter Infrastruktur jedes nur denkbare Abenteuer buchbar. In Zentralkroatien dagegen wird’s langsam wilder. Die Bevölkerungsdichte zählt zu den niedrigsten Europas. Nur wenige Orte finden Eingang in die Reiseführer, darunter die Plitvicer Seen, die wir alle aus Kindertagen kennen – als Kulisse der Abenteuer um den »Schatz im Silbersee«. Und schließlich: Slawonien. Weit im Osten liegt der am wenigsten von Touristen besuchte Teil der Republik. Endlose Felder und grüne Flussauen prägen die Landschaft, die zu Rad- und Trekkingtouren entlang der Donau oder zu Ausflügen in geschützte Sumpfgebiete einlädt. Hier, wo die Schwarzstörche klappern und Seeadler ihre Kreise  ziehen, schlägt das wilde Herz des Landes.


Den kompletten Artikel findest Du in der Ausgabe 3/2019

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